Hugo Grotius
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HUGO GROTIUS (Huig de Groot), a modern természetjogi felfogás és a modern politikai irodalom egyik megteremtője, aki a természet-jogon alapuló nemzetközi jog alapjait fektette le. »»

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HONLAP SZERKESZTŐSÉG IMPRESSZUM BEKÖSZÖNTŐ LEVÉL NEKÜNK
 DOKUMENTUM
A berlini fal felépítését követő első reagálások
1961.08.15.

1961. augusztus 13-án a kelet-német néphadsereg és a népi milíciák egységei hozzáfogtak a keleti és a nyugati szektor szögesdróttal való elválasztásához, azaz a berlini fal felépítéséhez. A Fal a hidegháború szimbólumává és a nyugati politika szemében a kommunista önkényuralom jelképévé vált.

A berlini fal felépítését követő első reagálások közül a nyugat-berlini amerikai katonai parancsnokságnak a kelet-berlini szovjet katonai parancsnoksághoz intézett augusztus 15-i jegyzékét és Willy Brandt nyugat-berlini kormányzó polgármesternek Kennedy amerikai elnökhöz intézett augusztus 16-i levelét újraközreadja Rada Péter.

Az augusztus 15. kelt jegyzék forrása: Commager, Henry Steele (szerk.): Documents of American History. Volume II. Englewood Cliffs, New Jersey, Prentice Hall. 1973. 669-670. o.
Az augusztus 16-i Brandt-levél forrása:
http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/material/dokumente/

A nyugat-berlini amerikai katonai parancsnokság jegyzéke a kelet-berlini szovjet katonai parancsnoksághoz
1961. augusztus 15.

Note of Western Commandants to Soviet Commandants
August 15, 1961

In disregard of these arrangements and of the wishes of the population of this city, for the welfare of which the four powers are jointly responsible, freedom of circulation throughout Berlin has been severely curtailed. Traffic between the East sector and the Western sectors of Berlin has been disrupted by the cutting of S-Bahn and U-Bahn service, the tearing up of streets, the erection of road blocks, and the stringing of barbed wire. In carrying out these illegal actions, military, and paramilitary units, which were formed in violation of four-power agreements and whose very presence in East Berlin is illegal, turned the Soviet sector of Berlin into an armed camp.
Moreover, the East German authorities have now prohibited the many inhabitants of East Berlin and East Germany who were employed in West Berlin from continuing to pursue their occupations in West Berlin. They have thus denied to the working population under their control the elementary right of free choice of place of employment.
It is obvious that the East German authorities have taken these repressive measures because the people under their control, deeply perturbed by the threats on Berlin recently launched by Communist leaders, were fleeing in large numbers to the West.
We must protest against the illegal measures introduced on August 13 and hold you responsible for the carrying out of the relevant agreements.

Willy Brandt kormányzó polgármester levele Kennedy amerikai elnöknek
1961. augusztus 16.

Brief des Regierenden Bürgermeisters von West-Berlin, Willy Brandt, an den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy

Sehr verehrter Herr Präsident!
Nach den Entwicklungen der letzten drei Tage in meiner Stadt möchte ich Ihnen in diesem persönlichen und informellen Schreiben einige der Gedanken und Gesichtspunkte mitteilen, die mich bewegen.
Die Maßnahmen des Ulbricht-Regimes, gestützt durch die Sowjetunion und den übrigen Ostblock, haben die Reste des Vier-Mächte-Status nahezu völlig zerstört. Während früher die Kommandanten der alliierten Mächte in Berlin bereits gegen Paraden der sogenannten Volkarmee protestierten, haben sie sich jetzt mit einem verspäteten und nicht sehr kraftvollen Schritt nach der militärischen Besetzung des Ostsektors durch die Volksarmee begnügen müssen. Die illegale Souveränität der Ostberliner Regierung ist durch Hinnahme anerkannt worden, soweit es sich um die Beschränkung der Übergangsstellen und des Zutritts zum Ostsektor handelt. Ich halte dies für einen ernsten Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte dieser Stadt, wie es ihn seit der Blockade nicht mehr gegeben hat.
Die Entwicklung hat den Widerstandswillen der Westberliner Bevölkerung nicht verändert, aber sie war geeignet, Zweifel in die Reaktionsfähigkeit und Entschlossenheit der drei Mächte zu wecken. Dabei ist ausschlaggebend, daß der Westen sich stets gerade auf den existierenden Vier-Mächte-Status berufen hat. Ich weiß wohl, daß die gegebenen Garantien für die Freiheit der Bevölkerung, die Anwesenheit der Truppen und den freien Zugang allein für Westberlin gelten. Dennoch handelt es sich um einen tiefen Einschnitt im Leben des deutschen Volkes und um ein Herausdrängen aus Gebieten der gemeinsamen Verantwortung (Berlin und Deutschland als Ganzes), durch die das gesamte westliche Prestige berührt wird. Die politisch-psychologische Gefahr sehe ich in doppelter Hinsicht:
- Untätigkeit und reine Defensive könnten eine Vertrauenskrise zu den Westmächten hervorrufen.
- Untätigkeit und reine Defensive könnten zu einem übersteigerten Selbstbewußtsein des Ostberliner Regimes führen, das heute bereits in seinen Zeitungen mit dem Erfolg seiner militärischen Machtdemonstration prahlt.
Die Sowjetunion hat die Hälfte ihrer Freistadtvorschläge durch den Einsatz der deutschen Volksarmee erreicht. Der zweite Akt ist eine Frage der Zeit. Nach dem zweiten Akt würde es ein Berlin geben, das einem Ghetto gleicht, das nicht nur seine Funktion als Zufluchtsort der Freiheit und als Symbol der Hoffnung auf Wiedervereinigung verloren hat, sondern das auch vom freien Teil Deutschlands abgeschnitten wäre. Dann könnten wir statt der Fluchtbewegung nach Berlin den Beginn einer Flucht aus Berlin erleben.
Ich würde es in dieser Lage für angemessen halten, wenn die Westmächte zwar die Wiederherstellung der Viermächteverantwortung verlangen, aber gleichzeitig einen Drei-Mächte-Status Westberlins proklamieren würden. Die drei Mächte sollten die Garantie ihrer Anwesenheit in Westberlin bis zur deutschen Wiedervereinigung wiederholen und gegebenenfalls von einer Volksabstimmung der Bevölkerung in Westberlin und der Bundesrepublik unterstützen lassen. Es bedarf auch eines klaren Wortes, daß die deutsche Frage für die Westmächte keineswegs erledigt ist, sondern daß sie mit Nachdruck auf einer Friedensregelung bestehen werden, die dem Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes und den Sicherheitsinteressen aller Beteiligten entspricht. Außerdem würde ich es für gut halten, wenn der Westen das Berlin-Thema durch eigene Initiative vor die Vereinten Nationen brächte, mindestens mit der Begründung, die Sowjetunion habe in eklatanter Weise die Erklärung der Menschenrechte verletzt. Es scheint mir besser zu sein, die Sowjetunion in einen Anklagezustand zu versetzen, als dasselbe Thema nach Anträgen anderer Staaten diskutieren zu müssen.
Ich verspreche mir von derartigen Schritten keine wesentliche materielle Änderung der augenblicklichen Situation und kann nicht ohne Bitterkeit an die Erklärungen denken, die Verhandlungen mit der Sowjetunion mit der Begründung abgelehnt haben, man dürfe nicht unter Druck verhandeln. Wir haben jetzt einen Zustand vollendeter Erpressung, und schon höre ich, daß man Verhandlungen nicht werde ablehnen können. In einer solchen Lage ist es um so wichtiger, wenigstens politische Initiative zu zeigen, wenn die Möglichkeit der Initiative des Handelns schon so gering ist.
Nach der Hinnahme eines sowjetischen Schrittes, der illegal ist und als illegal bezeichnet worden ist, und angesichts der vielen Tragödien, die sich heute in Ostberlin und in der Sowjetzone abspielen, wird uns allen das Risiko letzter Entschlossenheit nicht erspart bleiben. Es wäre zu begrüßen, wenn die amerikanische Garnison demonstrativ eine gewisse Verstärkung erfahren könnte.
Ich schätze die Lage ernst genug ein, um Ihnen, verehrter Herr Präsident, mit dieser letzten Offenheit zu schreiben, wie sie nur unter Freunden möglich ist, die einander voll vertrauen.

Ihr
Willy Brandt

GROTIUS KÖNYVTÁR


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